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Pfingsten

Pfingsten bezeichnet ein christliches Hochfest. Am 50. Tag der Osterzeit, 49 Tage nach dem Ostersonntag, werden von den Gläubigen mit der Entsendung des Heiligen Geistes die abschließenden Feiertage des Osterfestes begangen.

Das von den Christen gefeierte Pfingstereignis fand zum gleichen Zeitpunkt, wie das jüdischen Fest "Schawuot" statt. Mit diesem Fest feiert man die Offenbarung der Tora an das Volk Israel. Aus dem griechische Namen pentekostē ist schließlich der deutsche Begriff „Pfingsten“ hervorgegangen.

Pfingstwunder

Das Pfingstfest ist ein kirchliches Fest, an dem das Herabkommen des Heiligen Geistes gefeiert wird. Es markiert zugleich den feierlichen Abschluss der Osterzeit. Das Wirken des Göttlichen offenbarte sich in verschiedenen Erscheinungen. So ist etwa die in der Apostelgeschichte beschriebene Fähigkeit der Jünger, in anderen Sprachen zu sprechen und andere Sprachen zu verstehen, als „Pfingstwunder“ überliefert.

Bräuche an Pfingsten

Um die Pfingstfeiertage hat sich ein reiches Brauchtum entwickelt. Bei den jeweiligen Handlungen spielen Pflanzen oft eine wichtige Rolle.

PfingstbrauchPfingstbaumpflanzen:

In vergangener Zeit sollen junge unverheiratete Männer den Brauch des Pfingstbaumpflanzens gepflegt haben. Als Pfingstbäume schnitt man junge Birken und pflanzte sie vor den Haustüren der unverheirateten Mädchen.

Birkenstecken:

Ähnlich wie in der Mainacht, stellen Junggesellen in der Pfingstnacht ihrer Liebsten eine Birke an die Hauswand.

Knoblauchsmittwoch:

Der Knoblauchsmittwoch wird als traditionelles Fest in Halle (Saale), Krosigk, Thaldorf (hier wird am Knoblauchmittwoch das traditionelle Brunnenfest begangen) und weiteren Orten der Umgebung am Mittwoch nach Pfingsten gefeiert.

Der "Pfingstl", "Pfingstquack" oder "Latzmann":

Eine in Pflanzen gehüllte Figur geht hier von Haus zu Haus und erbittet dabei Gaben. Verwendet werden je nach Region Stroh, Tannengrün oder Stechpalmenzweige. Vereinzelt gibt es ein ähnliches Brauchtum  mit Figuren, die "Maimann" und "Laubmann" genannt werden.

Schutz der Ernte:

Flur-Umritte oder Pfingstritte gehören ebenfalls zur Tradition und sollen das Gedeihen der Feldfrüchte sicherstellen.

Pfingsten als Quelle magischer Kräfte

Viele Pflanzen, die an Pfingsten geerntet werden galten einst als besonders heilkräftig. Zu ihnen zählen etwa Gundermann, Waldmeister, Birken.

An Pfingsten beginnt die Pfingstrose zu blühen. Einst dem Lichtgott Apollo zugeordnet avancierte sie im Christentum zur Blume Christi, dem Spender des himmlischen Lichtes. Mit diesen Eigenschaften erhielt sie ihren Platz unter den Marienblumen.

 

 

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